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2003/02/27 e-commerce - Payment und Logistik werden die zentralen Herausforderungen
NewPayment-Methoden sehr gering verbreitet - Marktanteil bei rund 6% - eps-Standard kann Verbesserung bringen - Zustellprobleme bei Online-Bestellungen ungelöst - Entwicklungschancen für heimische Speditionen und Kleinunternehmer - Home-Distribution-Center notwendig

NewPayment Methoden sehr gering verbreitet

Im Rahmen des e-rating.at Projekts wurde die Verbreitung elektronischer Bezahlsysteme untersucht.

Analysiert wurden die angebotenen Zahlungsformen bei 1003 Onlineshops, mit folgenden Lieferkonditionen (Mehrfachnennungen möglich). Das ernüchternde und gegenüber der Vergleichsuntersuchung vom Oktober 2002 kaum veränderte Ergebnis:
- per Nachnahme: 637 Shops
- per Kreditkarte: 456 Shops
- per Vorabinkasso: 428 Shops
- per 'offene Rechnung': 424 Shops
- per Einziehungsauftrag: 215 Shops
Diese Zahlungsformen können als 'klassisch' bezeichnet werden.

Im Gegensatz dazu bieten nur 66 Shops irgend ein NewPayment-System an (inkl. Bezahlmöglichkeiten nach dem eps-Standard):
- paybox: 47 Shops
- bezahlen.a: 4 Shops
- netpay (eps ERSTEBANK): 25 Shops
- POP (eps BA-CA): 20 Shops
- diect pay (eps BAWAG): 5 Shops
- ELBA (eps RZB): 3 Shops
- paysafe: 23 Shops
Insgesamt bieten 38 Shops irgend eine eps-Lösung an.

Hans G. Zeger: 'Bei diesen 1003 Shops handelt es sich um die größten, best ausgestattetsten und auch rechtlich besten Shops für österreichs Konsumenten. Das Ergebnis ist sogar zugunsten der e-payment-Betreiber verfälscht, da alle bekannten eps-Kunden berücksichtigt wurden, die Zahlsysteme von rund 3000 weiteren Shops noch nicht ausgewertet wurden.'

Alle NewPayment-Angebote erreichen einen Marktanteil von 6% (gegenüber 5% im Herbst 2002).

Hans G. Zeger: 'Nach dem AUS der deutschen Paybox konzentrieren sich die Erwartungen auf den jüngst vorgestellten eps-Standard. Durch die Integration der Bezahlung in das vertraute Telebanking-System, soll dem Konsumenten der elektronische Einkauf schmackhaft gemacht werden.'


Vorsichtiger Optimismus gegeben

Tatsächlich ist dieser Lösungsansatz der bisher erfolgversprechendste Versuch das e-payment-Problem zu lösen.

Hans G. Zeger: 'Derzeit wird jedoch e-payment zusehr aus der Sicht der Shopbetreiber gesehen. Die Bedürfnisse und Interessen der Konsumenten werden vernachlässigt. So muß sicher gestellt werden, dass eine Zahlung erst nach zufriedenstellender Vertragserfüllung durch den Shopbetreiber erfolgt.'

Neben der Kostenreduktion (so könnten eps-Buchungen auf Konsumentenseite von der Zeilengebühr befreit sein) sind weitere vertrauensbildende Maßnahmen notwendig.

Beim Online-Einkauf gilt ein siebentägiges Rücktrittsrecht. Der Rücktritt bewirkt die völlige Vertragsauflösung. Wird auf 'offene Rechnung' geliefert, dann kann der Konsument sicher sein, dass er keine Probleme mit Geldrückforderungen hat. Genau diesen Komfort muß ein e-payment-System auch bieten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Herstellung der notwendigen Transparenz bei allen Transaktionen.

Hans G. Zeger: 'Jede elektronische Aktion birgt eine Fülle von Risken, die der Konsument meist nicht steuern oder durchschauen kann. Wir haben eine Reihe von Funktionen und Konzepten entwickelt, die eine höhere Informationsqualität für die Konsumenten bringen soll. Wir laden alle Shop-Betreiber und Online-Banken ein, an diesem Konzept mitzumachen.'


Andere Bezahlformen wenig aussichtsreich

Grundsätzlich könnte nicht nur eine Bank als Clearingstelle für e-commerce-Transaktionen dienen, sondern jeder andere Lieferant, der zum Konsumenten dauernde Geschäftsbeziehungen unterhält. Telekom- und Mobilkom-Anbieter kommen dazu in Frage, aber auch Energie-Lieferanten oder Internet Service Provider.

Diese Bezahlmodelle dürften jedoch an der schlichten Tatsache scheitern, dass viele dieser Anbieter zu unzuverlässig sind.

Hans G. Zeger: 'Zu den Streitigkeiten mit dem Lieferanten wegen einer mangelhaft gelieferte Waren kämen noch Streitigkeiten mit dem Payment-Betreiber wegen undurchsichtiger Abrechnung. Hier genießen österreichische Banken, trotz vieler Kritikpunkte noch einen erheblichen Vertrauensvorschuß.'

Dritt-Payment-Anbieter, die sich zwischen Shop-Betreiber und Konsumenten schieben, ohne eine eigene Geschäftsbeziehung zu haben, dürften von Beginn an zum Scheitern verurteilt sein. Diese Marktnische ist mit den bestehenden Kreditkartenfirmen mehr als ausreichend abgedeckt.


Zustellprobleme bei Online-Bestellungen ungelöst

23% der österreichischen Internetbenutzer haben 2002 zumindest einmal eingekauft.

Hans G. Zeger: 'Dies sind mehrere hunderttausend Österreicher. Diese Zahl dokumentiert die Aufgeschlossenheit der Österreicher gegenüber e-commerce. Über die Entwicklungschancen von e-commerce sagt jedoch diese Zahl sehr wenig aus. Tatsächlich handelt es sich bei den meisten Einkäufen um Einmalversuche, Testkäufe mit geringem Budget und um CD/Buch-Käufe.'

Selbst wenn 100% des CD/Buch-Marktes Online abgewickelt wird, würde dies nur 1-2% des Gesamthandelsvolumens ausmachen, offensichtlich kein Entwicklungsmodell für e-commerce.

Die Vorliebe für CD/Buch-Kauf liegen auf der Hand:
- geringes Vertragsrisiko: je Kauf werden nur kleine Beträge umgesetzt
- gelöstes Logistikproblem: Bücher und CD's passen ins Hausbrieffach

Hans G. Zeger: 'Wesentlich mehr Menschen würden Möbel, Mode, aber auch Genußmittel und Artikel des täglichen Bedarfs Online bestellen. Gerade für Berufstätige liegen die Vorteile einer elktronisch unterstützten Haushaltsführung auf der Hand.'

Theoretisch könnten ganze Wochen- und Monatseinkaufspläne entwickelt werden, der Konsument erhält zu den gewünschten Zeiten die aktuellen bzw. frischen Waren.

Tatsächlich scheitern aber diese Konzepte an der Zustellogistik. Angaben wie 'Lieferung im Laufe des Tages xy' oder 'morgen vormittag' sind höchstens für Pensionisten, Arbeitslose und Hausfrauen akzeptabel. Die besonders finanzkräftige und/oder zeitlich belastete Gruppe der Doppelverdiener werden damit nicht erreicht.

Hans G. Zeger: 'Trotz unserer Recherchen und Bemühungen konnten wir bisher noch keine Logistikkonzepte für Endverbraucher entdecken.'


Entwicklungschancen für heimische Speditionen und Kleinunternehmer

e-commerce könnte 2004 einen enormen Boom verzeichnen, wenn Logistikanbieter ihre Hausaufgaben erledigen.

Hans G. Zeger: 'Optimal ist ein kombiniertes Just-In-Time-Konzept, dass einerseits auch bei Kleinstmengen sehr enge Lieferzeiten garantiert und andererseits der Tatsache Rechnung trägt, dass Zustellungen fehlschlagen können, Verkehrsstaus usw. zu unvorhergesehenen Verzögerungen führen können.'

Lokale Distributoren könnten hier Home-Distribution-Center errichten und ein wichtiges Bindeglied darstellen.

Hans G. Zeger: 'Nach dem Greislersterben und der geschäftlichen Verödung des ländlichen Raums schreitet auch in den Städten der Schwund der Geschäftslokale rasant voran. Die Geschäfte sind schlicht zu klein, um die erwartete Warenvielfalt garantieren zu können. Als Zwischenstation für Online-Einkäufe, weniger als 100 Meter von der eigenen Haustür entfernt, sind diese Lokale jedoch ideal. Selbst der notwendige Betrieb rund um die Uhr könnte ohne Änderung der Gewerbeordnung erfolgen.'




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andere --> http://www.ba-ca.com/de/index.html
andere --> http://www.psk.at
andere --> http://www.sparkasse.at/erstebank/home/
andere --> http://www.rzb.at


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