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| 2005/01/24 Phishing - Identitätsdiebstahl als neues Delikt einer anonymen Gesellschaft Phishing ist, mangels Verbreitung von e-commerce und auch aufgrund der Kleinheit des Landes für österreichische Unternehmen derzeit noch kein großes Problem - Beunruhigende Steigerungsraten - Beispiele und Abwehrstrategien sollen helfen, der Gefahr frühzeitig zu begegnen - Nutzer von Finanz- und Auktionsplattformen bevorzugte Phishing-Opfer - alle e-Commerce-Anbieter gefährdet - Empfehlungen für Konsumenten Phishing-Fälle im Alltag Auch Telefonanrufe, die etwa eine Kontrolle der Kreditkartendaten oder der Telebankingdaten behaupten, kommen immer wieder vor. Meist versucht der Anrufer/Schreiber das Vertrauen des Betroffenen dadurch zu erschleichen, dass er schon bestimmte Informationen hat, etwa bei der Kreditkarte Nummer, Name und Ablaufdatum und "bloß" die Authorisierungsinformation auf der Rückseite der Karte benötigt. Beunruhigende Steigerungsraten Phishing meist leicht zu erkennen Wesentlichste Regel für den Betroffenen ist, keinesfalls Informationen gegenüber einer unbekannten/ungesicherten Stelle preiszugeben. D.h. vertrauliche Informationen nicht per Mail schicken, nicht auf ungesicherten Webseiten eingeben oder auf Telefonanrufe reagieren. Schon die Frage nach der Rückrufnummer stoppt die meisten telefonischen Phishing-Attacken. Sicherheitsmaßnahmen im Online-Bereich Die österreichischen Banken verwenden durchgängig dieses Sicherungsverfahren, im e-commerce-Bereich leider erst knapp 25% der Online-Anbieter. Dies obwohl mit der EG-Richtlinie "Datenschutz in der Telekommunikation" der Einsatz dieser Verschlüsselungstechnologien verbindlich vorgeschrieben ist. Die ARGE DATEN hat daher mit A-CERT GLOBALTRUST® eine Initiative gestartet, die es Website-Betreibern ermöglicht unbürokratisch und äußerst kostengünstig diese Sicherheitsfunktion einzubauen. Sicherheit mangelhaft kommuniziert Wir haben jedoch im Rahmen unserer e-rating-Recherchen gesehen, dass eine Reihe anderer Firmen, darunter auch eine renommierte deutsche Versicherung das Thema Onlineverschlüsselung nicht im Griff hat und etwa auf der Website Verschlüsselung ankündigt, jedoch nicht durchführt. Generell ist den österreichischen Banken zwar ein hohes technisches Sicherheitsbewußtsein zuzugestehen, wenngleich die Endbenutzerunterstützung verbesserungswürdig wäre. Wir würden uns erwarten, dass auch beim Internetbanking die Banken verstärkt darauf achten, dass von sicheren Clients zugegriffen wird. Dies wäre technisch machbar, wird aber von den Banken bisher aus Haftungsgründen und Supportgründen abgelehnt. Darüber hinaus könnte auch den Kunden ein Loginprotokoll bereitgestellt werden, das etwa die letzten 5-10 Loginversuche anzeigt. Damit könnte ein Kunde frühzeitig erkennen, wenn jemand Fremder versuchen würde, auf sein Konto zuzugreifen. Auch diese Sache wäre für die Banken leicht realisierbar. Wie können Phishing-Adressen erkannt werden? Dagegen helfen jedoch einige simple Maßnahmen: - Banken sollten NIEMALS per e-mail von sich aus mit Kunden in Kontakt treten. Damit wird der Kunde erst gar nicht daran gewöhnt, auf Bankenmails zu reagieren. - Das Zertifikat des Telebanking-Webservers sollte immer auf den Bankennamen ausgestellt sein. - Banken sollten ihren Telebanking-Link niemals ändern und immer wieder, etwa in Prospekten usw. publizieren. Gleiches gilt für das Design des Telebanking-Zugangs. Kontinuität und Gewohnheit sind auch in Internetzeiten die wichtigsten Sicherheitsmerkmale, an die sich Laien halten können (klingt simpel und unspektakulär, ist aber so). - Frames, Plugins und allzu komplexe Seiten sollten jedenfalls vermieden werden, da derartige Dinge das Nachahmen und Fälschen begünstigen bzw. die Zahl der potentiellen Sicherheitslücken drastisch erhöht wird. Die bisherigen Berichte über erfolgreiche Phishingattacken in USA/Deutschland haben uns - offen gesagt - nicht überzeugt. Die Vorgangsweise war mit offensichtlich verfälschten Web-URLs so plump, dass auch völlige Internet-Laien die Fälschung hätten erkennen müssen, möglicherweise wurden aber Seitendesign und Loginurl der betroffenen Banken so oft geändert, dass die Benutzer jede erdenkliche Seite akzeptierten. Fehlerhafte Webbrowser begünstigen Phishing-Attacken Bekannte Phishing-Attacken in Österreich Grundsätzlich sind zwar Banken und Auktionshäuser die beliebtesten Ziele von Phishing-Attacken, aber auch alle anderen e-Commerce-Anbieter müssen früher oder später mit derartigen Attacken rechnen. Hände weg von ausländischen Anbietern Antiphishing-Empfehlung für Konsumenten - Keine Bekanntgabe von vertraulichen Daten (Login-Daten, Passwörtern) per Mail oder telefonisch. - Kein Ausblenden der URL-Anzeige beim Browser (der Name der Login-URL sollte gut aufbewahrt werden und bei jedem Login geprüft werden). - Überraschende Änderungen der vertrauten Login-Seiten sofort an den Betreiber melden. - Vertrauliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt geben (erkennbar als https-Seite) Hier trägt der Aussteller des Zertifikats die Verantwortung über die Identität des Website-Betreibers. - Sicherheitsupdates des verwendeten Browsers laufend durchführen. mehr --> WURM- und SPAM-Jahr 2004 - Das Jahr 2005 wird noch schlimmer Archiv --> Phishing erstmals im deutschsprachigen Raum andere --> http://ecolog.twoday.net/stories/461213/ andere --> http://www.antiphishing.org |
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